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Terminator: Die Erlösung (Xbox 360)

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 Spiel-Infos: Terminator: Die Erlösung (Xbox 360)
Terminator: Die Erlösung Boxart Name: Terminator: Die Erlösung (Xbox 360) (PAL)
Entwickler: Grin
Publisher: Warner Bros Interactive
Erhältlich seit: 29. Mai 2009
Genre: Adventure - Action Adventure
Spieler: 1-2
Features:
Koop-Modus
Mit „Die Erlösung“ erreicht uns nun der erste Terminator-Film ohne Arnold Schwarzenegger. Dass die Rechnung mit Christian Bale durchaus aufgehen kann, hat der Kinofilm durchaus gezeigt. Spieleumsetzungen sind aber seit jeher eine Sache für sich und qualitativ nicht selten sehr durchwachsen. Letzteres resultiert oftmals daraus, dass man auf Teufel komm raus möglichst nah an der Filmvorlage bleiben möchte, anstatt eine ergänzende Episode zu produzieren, die sich an den erzähltechnischen Vorteilen eines Videospiels bedient und letztlich ihr eigenes Süppchen kocht. Chronicles of Riddick hat es bereits eindrucksvoll vorgemacht.

Zumindest in Sachen Story bezieht man sich im vorliegenden Spiel nicht auf den Film, sondern siedelt zwei Jahre vorher an. In der Rolle eines John Connor, der seinem Schauspiel-Pendant Christian Bale leider überhaupt nicht ähnlich sieht, streift der Spieler nun in neun Levels durch das zerstörte Los Angeles und erwehrt sich diverser Maschinen auf der Suche nach verschollenen Truppen-Kollegen. Die Geschichte wird dabei zum Großteil in eingestreuten Rendersequenzen fortgesetzt, die durch Gesprächsfetzen im laufenden Spielgeschehen ergänzt werden. Leider wird das ganze durchgehend langatmig und uninspiriert präsentiert. Epische Momente, wie die Filme sie zu Hauf bieten, sucht man vergebens. Große Gegner finden abseits der fliegenden Hunter-Killer überhaupt nicht statt und selbst diese werden so schlecht in Szene gesetzt, dass man sie als Bedrohung überhaupt nicht wahrnehmen möchte.


 
Hasta la vista, Abwechslungsreichtum
Spielerisch sieht es ebenfalls eher mau aus. Ihr steuert John Connor aus der 3rd-Person-Perspektive und fühlt euch gleich zu Beginn in eine Art „Das Spiel mit der Kettensäge“ Light-Version verfrachtet. Das aus dem Blockbuster bekannte Deckungssystem wurde nahezu unverändert übernommen, mit dem Unterschied, dass man nicht überall Deckung suchen kann, sondern nur wenn es eine Bildschirmeinblendung vorgibt. Positiv hervorgehoben werden muss allerdings die Tatsache, dass man per simplen Tastendruck von einer Deckung zur nächsten huschen kann und sich damit Schritt für Schritt nahezu unbeschadet den Gegnern nähern kann. Apropos Gegner, diese tauchen das gesamte Spiel über nur in sechs unterschiedlichen Variationen auf. Passend dazu gestalten sich die Levelabläufe fast immer gleich. Ihr bewegt euch größtenteils in linearen Außenlevels durch die Ruinen von Los Angeles, ballert auf heranfliegende „Wespen“, flieht vor den tödlichen Terminatoren und beschäftigt euch den Rest der Zeit mit lästigen Bodentruppen, die lediglich am Rücken einen Schwachpunkt haben. Letzteres bringt immerhin eine gewisse taktische Komponente ins Spiel, so dass ihr euch auf eure K.I.-Mitstreiter verlassen müsst, dass diese die Gegner ablenken und ihr unbemerkt die Hinterseite der Widersacher attackieren könnt. Alternativ helfen zwar auch Granaten, aber wann hat man die schon mal im Überfluss?
 Autor:
Thomas Steuer
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
4.0