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Vancouver 2010

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 Spiel-Infos: Vancouver 2010
Vancouver 2010 Boxart Name: Vancouver 2010 (PAL)
Entwickler: Eurocom Entertainment Software
Publisher: Sega
Erhältlich seit: 15. Januar 2010
Genre: Sport
Spieler: 1-4
Features:

Die Olympischen Winterspiele zählen definitiv zu den sportlichen Großereignissen, die weltweit von Millionen begeisterten Fernsehzuschauern geschaut werden. Natürlich haben die Olympischen Winterspiele einiges mit den Olympischen Sommerspielen gemeinsam: Viele Athleten aus unterschiedlichen Nationen kämpfen um die Goldmedaille. Doch die größte Gemeinsamkeit - vor allem in Bezug auf die Videospielwelt - liegt eindeutig an anderer Stelle: Obwohl es sich um sportliche Großereignisse handelt, werden die entsprechenden Videospielableger nicht von Electronic Arts veröffentlicht. Sega besitzt die Rechte an den Olympischen Sommer- und Winterspielen. Nachdem Bejing 2008 einen eher mäßigen Eindruck hinterließ, versuchen die Entwickler von Eurocom nun mit Vancouver 2010 erneut ihr Glück. Ob das olympische Fieber eingefangen wurde oder ob das Feuer schnell erlischt, erfahrt ihr in unserem Test.

Begrenztes Potpourrie der guten Laune
Im kanadischen Vancouver haben sich bei den diesjährigen Olympischen Winterspielen über 5500 Athleten und Athletinnen aus 80 verschiedenen Nationen in 15 unterschiedlichen Sportarten gemessen. In 86 Entscheidungen wurde dabei um die begehrte Goldmedaille - unter anderem - gerutscht, gesprungen oder geflogen. Beim ersten Start des Spiels wird man allerdings schnell feststellen, dass es diese Vielfalt leider nicht in den fertigen Titel geschafft hat. Statt Athleten aus 80 Nationen auswählen zu können, stehen euch lediglich 24 Nationen zur Verfügung. Die 15 Sportarten wurden auf 6 reduziert, was dafür sorgt, dass die 86 Entscheidungen auf 14 begrenzt sind. Unter den gestrichenen Disziplinen finden sich beispielsweise Eishockey, Biathlon oder auch Curling wieder. Eure Fähigkeiten könnt ihr im Trainings,- Challenge-, oder Wettkampf-Modus beispielsweise im Bobfahren, Snowboard, Eisschnelllauf, Skispringen, Alpin-Ski und Riesenslalom unter Beweis stellen. Sehr ärgerlich ist, dass dem Spieler nicht die Möglichkeit geboten wird, wenigstens aus den 24 Nationen sein sportliches Vorbild auswählen zu können. Pro Land stehen euch nämlich jeweils nur zwei - ein männlicher und eine weibliche - SportlerIn zur Verfügung. Einen eigenen Sportler zu erstellen ist ebenso wenig möglich, wie selbst zu entscheiden, ob ihr eine Disziplin als Frau oder Mann bestreiten möchtet. Das Spiel schreibt euch vor, welche Sportart mit welchem Geschlecht bestritten werden muss. Die Lizenz wurde insgesamt gesehen also kaum genutzt, sondern dient in erster Linie wohl eher dazu, sich als offizielles Spiel zu den Olympischen Winterspielen 2010 bezeichnen zu dürfen. Einen ersten Eindruck von der Präsentation und den verschiedenen Disziplinen vermittelt der kurze Trailer zum Spiel.

 
Immerhin auf Platz 4 gelandet...
Auch wenn auf dieser Welt nichts sicher sein mag, bei Vancouver 2010 ist eines ganz gewiss sicher: Der vierte Platz. Es wird euch - so hart ihr es auch versuchen werdet - nicht gelingen hinter dieser Platzierung zu landen. Warum ich das so stark hervorhebe? Weil es das vielleicht größte Problem von Vancouver 2010 ist. Egal bei welcher Sportart: Ihr tretet maximal gegen drei Gegner an. Entweder im Einzelspieler-Modus gegen computergesteuerte Athleten oder im Multiplayer-Modus (on- und offline) gegen menschliche Spieler. Die arg begrenzte Anzahl an Gegnern sorgt dafür, dass das Spiel einen Großteil dessen verschenkt, was die Olympischen Spiele eben auszeichnet: Das Gefühl der sportlichen Herausforderung und die Atmosphäre. So wirkt es doch ziemlich skurril, wenn das Starterfeld bei den Skispringern nur aus insgesamt 4 Teilnehmern besteht. Dementsprechend fällt bei den Spielmodi natürlich auch der umfangreiche Medaillenspiegel weg. Was den olympischen Gedanken - den fairen Wettkampf mit den besten Athleten einer Sportart aus vielen Nationen - quasi ad absurdum führt. Einen Karrieremodus gibt es übrigens auch nicht und so wirkt Vancouver 2010 eher wie eine erbarmungslose Aneinanderreihung unterschiedlicher Disziplinen.
 Autor:
Joshua Hampf
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
4.0