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WWE 12 (Xbox 360)

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 Spiel-Infos: WWE 12 (Xbox 360)
WWE 12 Boxart Name: WWE 12 (Xbox 360) (PAL)
Entwickler: Yuke's
Publisher: THQ
Erhältlich seit: 25. November 2011
Genre: Sport - Wrestling
Spieler: 1-4
Features:
Community Inhalte

Dieser Test basiert auf der Xbox 360-Version. Kleinere Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden PlayStation 3-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen.
      
Nicht nur Fußball, Eishockey, Basketball oder American Football bekommen ihre jährlichen Spieleupdates spendiert, auch der Nischensport Wrestling wird von Jahr zu Jahr mit einem Titel aus dem Hause THQ versorgt. Bislang verkehrte die Reihe seit 2004 unter dem Synonym WWE SmackDown vs. RAW, musste sich aber gerade in den vergangenen Jahren trotz stets hohem Qualitätsstandard wiederkehrend Vorwürfen  wegen Stagnation gegenüber stellen. Zu geringfügig seien die Gameplay-Fortschritte, zu altbacken die Grafikengine während Jahr für Jahr neue Spielmodi hinzukommen, andere Spielelemente aber dafür wieder fallen gelassen werden. Mit dem Namenswechsel zu WWE 12, der neuen Predatortechnologie als Aushängeschild und einer gigantischen Werbekampagne suggerieren THQ und Entwickler Yuke’s, dass ein Neuanfang der WWE-Spiele ins Haus steht. Ob dem so ist, haben wir derweil genauer unter die Lupe genommen.

Mit der Predator-Technologie in eine neue Ära?
So zumindest stellt THQ sich die Zukunft vor. Predator ist der neueste Schrei und sorgt in der Praxis dafür, dass sämtliche Bewegungsabfolgen der Wrestler weicher, flüssiger und zusammenhängend von statten gehen. Vor allem bei den Finishern war es in der Vergangenheit ein Problem, das sich die Figuren plötzlich mitten im Ring befanden obwohl die Finishing-Sequenz etwa in der Ringecke ausgelöst wurde. Dieses Phänomen gehört nun der Vergangenheit an. Generell wirken die Aktionen weniger abgehackt als in den Vorgängertiteln und machen daher einen wesentlich realistischeren Eindruck. Flüssige Moves hin oder her, an der Kollisionsabfrage hat man offenbar nur geringfügig gewerkelt. Noch immer kommt es ständig vor, dass man den Gegner mit den eigenen Aktionen nicht trifft, obwohl man sich direkt neben ihm befindet. Noch immer scheitern vor allem Aktionen aus dem Laufen heraus. Und noch immer springt man vom dritten Seil, trifft den Gegner offensichtlich und bleibt selbst angeschlagen liegen, während sein Gegenüber aufsteht als sei nichts gewesen. Neu ist auch, dass man etwa Submission-Manöver als Außenstehender in Multi Men Matches unterbrechen kann. Wird bei vier Leuten im Ring aber schon extrem nervtötend, wenn kaum eine Aktion mehr durchführbar ist, weil die dämlichen CPU-Gegner ständig dazwischen gehen, obwohl auch sie davon profitieren, wenn zwei andere sich schlagen. In eine ähnliche Kerbe schlägt das Problem der Fokussierbarkeit einzelner Gegner. Sprich: Welchen Gegner schaue ich in einem Triple Threat Match? Bis heute kann man hier zwischen einem automatischen Umschalten und einem Umschalten auf Knopfdruck wechseln. Das automatische Umschalten ist aber voreingestellt und sorgt immer und immer wieder für nervttötende Momente. Ein Beispiel: Wir stehen zu dritt im Ring, wir werfen einen unserer Gegner in die Seile, möchten darauf warten, dass er zurückschwingt, um nachsetzen zu können und was passiert? Richtig, unser mit Öl bekleistertes Muskelpaket hat sich längst dem anderen Gegner zugewandt, der eigentliche Gegner läuft ins Leere. Hier kommt Freude auf. Und das seit vielen Jahren. Daher unserer Bitte an die Entwickler von Yuke‘s: Nehmt es raus oder setzt den Knopfdruck als Standard. BITTE! Nach all den Jahren stirbt letztlich die Hoffnung, dass ihr in der Lage seid, dieses Problem anderweitig aus der Welt zu schaffen.
 Autor:
Thomas Steuer
Testbericht
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Leserwertung:
6.8